faulis top 3 ausnüchterungsplatten bei katerstimmung

von fauli

simon & garfunkels concert in central park. ideal wäre es, nach durchzechter nacht tatsächlich um die ecke in den central park schlendern zu können, mit ein paar tausend anderen gemütlichen leuten auf der wiese zu warten, bis alles aufhört, sich zu drehen und ein gratis s&g-konzert zu sehen. ein weiteres schmankerl verrät paul simon bereits früh im konzert: er dankt neben der polizei, der feuerwehr und dem bürgermeister auch einer gruppe von leuten, deren dienste für die gesellschaft eigentlich nie gewürdigt werden. diese gruppe spende an diesem tag die hälfte ihres einkommens aus dem verkauf von joints. (gelächter) und ich vermute einfach mal, dass es von denen (joints und verkäufer) an diesem tag so einige im central park gab. perfekte bedingungen für einen tag im park, also.
anspieltipp: april, come she will

neil yongs harvest. jemand, der vor und nach der produktion dieser platte selbst genug katerstimmung (und schlimmeres) durchgemacht hat, offenbart einen moment der etherischen schönheit und seelenreise durch das rurale amerika. das liegt nicht zuletzt an youngs einzigartiger stimme, die hier scheinbar mühelos zurückliegendes überwältigt und von der ersten plattenrille an über allem schwebt, was am ende der nacht noch am boden kroch. tut einfach verdammt gut. diese platte ist außerdem etwas für ausnücherungsluftbass-spieler (out on the weekend!). harvest lässt den kopfschmerzgeplagten hörer nicht die bitteren früchte seiner nächtlichen vergehen ernten, sondern führt ihn über ein malerisches acker irgendwo in kansas. oder nebraska. oder oklahoma. alles, was besser ist als ein verregnetes kurzvor12 am tag danach.

alice coopers killer. der arschtritt. alice kann deine lethargie nicht leiden (neben der tatsache, dass du kein leopardenfell und hochhackigen stiefel trägst). coopers 1971er album startet mit dem track under my wheels, welcher gerade noch etwas sympathie mit dem geräderten zuhörer aufbaut, lässt dann aber sofort be my lover folgen. hier werden bedingungen gestellt: „baby if you wanna be my lover, you better take me home. ‚cause it’s a long long way to paradise and i’m still on my own“ – wenn du das leben wieder lieb haben willst, solltest du es auch annehmen. mit all seinen orientierungsschwierigkeiten, der miesen laune und der morgendlichen übelkeit. reiß dich zusammen – du bist nicht schwanger, sondern hattest einfach die berühmten 3 bier zuviel. alice kennt das. klar, aus deiner warte ist es noch ein langer steiniger weg, bis du mal wieder ohne kopfschmerzen erwachst. aber das leben braucht dich trotzdem. tote babies können sich nicht um sich selbst kümmern, wie alice später auf der platte singt. aber du kannst es. yeah, yeah, yeah.

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