(Um 2 Uhr…)

von zophrenik

(29 04 13)

 Um 2 Uhr steht die Stadt stramm. Die Straßen
sind menschenleer, der Wind raunt wie durch
ein rostiges Rohr. Die Ruhe dehnt sich bis weit
in die Nacht hinein, ohne dass es vollends still
wäre, schließlich ist die Luft stets aktiv wie ein
schlafender Organismus. Man muss nach oben
schauen, der Mond klebt am schwarzen Teppich
des Himmels wie ein altes Kaugummi unter
der Tischplatte. Nichts zu machen. Die Schatten

 sind angespannt, als wüssten sie bescheid
über das bald anbrechende Morgengrauen.

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